Isabell Hiekel

Mitglied des Landtages Brandenburg

Segelfalter (Iphiclides podalirius)
Präsenztag im Lausitzbüro

Aufbruchsstimmung beim Tag der Lieberoser Heide. Erste Projekte aus Strukturmitteln bereits Ende 2021 fertig

 1090731Mehr als 100 Teilnehmer trafen sich am Sonnabend in der Darre am Schloss Lieberose zum Tag der Lieberoser Heide. Auf Einladung des Fördervereins Nationalpark Lieberoser Heide, der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, des Förderverein Lieberose und der I.N.A. GmbH informierten sich Anwohner und Interessierte aus der ganzen Region mit Vorträgen, Gesprächen und Ausstellungen über aktuelle Entwicklungen und Fortschritte rund um den Einrichtung einer Internationalen Naturausstellung (I.N.A) in der Lieberoser Heide. Das Gebiet gilt als einer der größten unzerschnittenen Naturräume Deutschlands.

„Das klare Bekenntnis der Landesregierung zum Aufbau der I.N.A. hat in der Region für eine Aufbruchsstimmung gesorgt“, sagt umweltpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Landtagsfraktion Isabell Hiekel. Im Koalitionsvertrag wurde festgehalten, dass die I.N.A. den Status eines Landesmodellprojekts erhält und im Rahmen des Strukturwandels in der Lausitz als Projekt mit Landesbedeutung gewertet wird. Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen hatten sich im letzten Herbst erfolgreich für eine Aufnahme in den Koalitionsvertrag stark gemacht.

Mit dem Heideradweg und der Errichtung eines Aussichtsturms wurden nun erste Mittel im Rahmen des Strukturwandels bewilligt. Nach bisherigen Planungen sollen der Radweg und der 40 Meter hohe Aussichtsturm inmitten des Gebietes bereits Ende des nächsten Jahres fertiggestellt sein. Weiter sollen ein Wald-Wildnispfad und ein Wüstenpfad mit Info und Erlebnistafeln ausgestattet werden. Zudem ist ein Sternenpfad geplant, an dem man bei Tag erleben kann, was die Nacht verbirgt.

„Die I.N.A wird einen positiven Betrag zum Strukturwandel in der Lausitz leisten“, davon ist Hiekel überzeugt. Unklar ist derzeit noch die Zukunft des Schlosses Lieberose. Das größte „Schmuckstück“ der Stadt Lieberose aus dem 18. Jahrhundert - im Stil des Sächsischen Barock errichtet - soll zu einem Anlaufpunkt entwickelt werden. „Ideen gibt es viele, wie man das Schloss einbinden könnte. Aber es fehlt derzeit nicht nur an konkreten Finanzierungsmodellen“, sagt Hiekel: „Es muss auch dafür Sorge getragen werden, dass beim bevorstehenden Verkauf durch die Schlösser GmbH ein Investor zum Zuge kommt, der die Interessen der Region vertritt. Die Integration des Schlosses in die Naturausstellung kann die Region nur durch den Einsatz von Bundesmitteln für den Strukturwandel stemmen“. Dafür will sich die Landtagsabgeordnete aus Byhleguhre (LDS) einsetzen. 

Hintergrund

Die Lieberoser Heide gehört mit ihren etwa 25.000 Hektar unzerschnittene Landschaft zu den großräumigen Landschaften Mitteleuropas. Das Gebiet war der größte militärische Übungsplatz der sowjetischen Truppen in Ostdeutschland. Die Lieberoser Heide hat eine Vielzahl  wertvoller Lebensräume, von der Wüste im Osten, über Heideflächen und Wälder bis hin zu über 100 Waldmooren. Seit 2017 erlangte die Region traurige Berühmtheit aufgrund häufiger Waldbrände.

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