Isabell Hiekel

Mitglied des Landtages Brandenburg

Präsenztag im Lausitzbüro
Segelfalter (Iphiclides podalirius)

Aufbau einer Löschflugzeugstaffel. Bündnisgrüne: Strukturentwicklung in der Lausitz braucht Planungssicherheit

www.ideengruen.de | markus pichlmaierDie Bundesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen Annalena Baerbock hat sich zusammen mit einer Delegation von Lausitzer Bündnisgrünen auf dem Flugplatz in Welzow über die Idee der Einrichtung einer europäischen Löschflugzeugstaffel für Nordeuropa informiert. Nachdem Baerbock bereits im letzten Hitzesommer die Anschaffung von Löschflugzeugen gefordert hatte, ist aber auf Bundesebene bislang nicht viel passiert, wie eine aktuelle Antwort aus dem Haus von Innenminister Horst Seehofer ergab. „Trotz den heftigen Waldbränden nun bereits im zweiten Jahr in Folge  besitzt Deutschland bisher immer noch keine eigenen Löschflugzeuge. Da sehe ich großen Handlungsbedarf. Und auch die EU-Ebene, die auf den Aufbau von Löschflugzeugstaffeln in Nordeuropa drängt“, sagte Baerbock. Der Aufbau Löschflugzeugstaffel in Welzow könnte hier ein Ansatz sein und zugleich eine Chance für die Region“. Entsprechend werde sie das Projekt vertieft prüfen.

Grundlage für jede weitere Entwicklung sei aber Klarheit über den Kohleausstieg. „Der Kohleausstieg muss jetzt umgesetzt werden, damit es Planungssicherheit gibt. Solange das nicht der Fall ist, laufen Projekte ins Leere. Ohne Planungssicherheit werden Chancen der Region verspielt“, sagte Baerbock. Hintergrund ist der Plan der rot-roten Landesregierung, den neuen Tagebau Welzow Süd II noch aufschließen zu wollen. In diesem Fall würde der Flugplatz abgebaggert werden; denn darunter liegt Kohle.

Die Welzowerin Hannelore Wodtke, die die Region in der sogenannten Kohlekommission vertreten hatte, hatte sich dagegen erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Löschflugzeugstaffel als Projekt für die Strukturentwicklung im Abschlussbericht aufgenommen wurde.

Für die Umweltexpertin der Lausitzer Bündnisgrünen Isabell Hiekel könnten Löschflugzeuge ein probates Mittel sein, Waldbrände bereits im Anfangsstadium zu löschen. „Wenn erste Schwelbrände gemeldet werden, könnte man das Feuer mit mehreren Tonnen Wasser punktgenau bekämpfen“. Der Kreissprecher der Bündnisgrünen Spree-Neiße Robert Richter sieht ebenfalls Chance für die Entwicklung der Region. „Durch ein angedachtes Ausbildungszentrum für Brandbekämpfung aus der Luft könnten Arbeitsplätze entstehen“, sagte Richter.

Mehr Informationen

https://www.lr-online.de/lausitz/spremberg/neue-loeschflugzeuge-welzow-will-eu-katastrophenschutz-zentrum-werden_aid-44167881

Antwort der Bundesministeriums des Innern, Bau und Heimat: https://gruene-lausitz.org/userspace/BB/kv_spree-neisse/Dateien/SF68-69.pdf

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